BMW5er Reparaturanleitung :: Die benzin-einspritzanlage

BMW5er Reparaturanleitung / Die benzin-einspritzanlage

Je nach modell sind die bmw-einspritzmotoren mit der l-jetronic oder mit einer auf der l-jetronic basierenden einspritzanlage wie der le-jetronic oder der motronic ausgestattet. Die motronic wird auch als digitale motorelektronik (dme) bezeichnet.

Der 520 i ohne katalysator von 8/75 bis 9/82 ist mit einer kjetronic ausgerüstet, die sich von der l-jetronic grundlegend unterscheidet. Bis 7/75 ist der 520 i mit der kugelfischer-einspritzung ausgerüstet.

Alle teile der einspritzanlage sind langzeitstabil und wartungsarm, reparaturen sind daher äußerst selten. Ein großteil der überprüfungsarbeiten ist nur mit teueren prüfgeräten und entsprechenden fachkenntnissen möglich.

Schemazeichnung der motronic

BMW5 Reparaturanleitung. Schemazeichnung der motronic


  1. Kraftstoffbehälter
  2. elektr. Kraftstoffpumpe
  3.  kraftstoffilter
  4.  verteilerrohr
  5.  druckregler
  6.  steuergerät
  7.  zündspule
  8.  hochspannungsverteiler
  9.  zündkerze
  10. einspritzventil
  11. kaltstartventil
  12.  leerlaufdrehzahl- einstellschraube
  13.  drosselklappe
  14.  drosselklappenschalter
  15.  luftmengenmesser
  16. ansaugluft-temperaturfühler
  17.  lambda-sonde
  18.  thermozeitschalter
  19.  motortemperaturfühler
  20. leerlaufsteller
  21.  co-einstellschraube
  22.  bezugsmarkengeber
  23.  drehzahlgeber
  24.  batterie
  25.  zünd-startschalter
  26.  hauptrelais
  27.  kraftstoffpumpenrelais
  28. schwingungsdämpfer

L-/le-jetronic

Die l-/le-jetronic ist eine elektronische benzineinspritzung, die den kraftstoff intermittierend, also stoßweise in das ansaugrohr vor die einlaßventile einspritzt.

Der kraftstoff wird aus dem kraftstoffbehälter von der elektrischen kraftstoffpumpe angesaugt und über den kraftstoffilter zum verteilerrohr und dann zu den einspritzdüsen gefördert.

Ein druckregler am verteilerrohr sorgt dafür, daß der druck im kraftstoffsystem in abhängigkeit vom ansaug-unterdruck konstant gehalten wird. Der schwingungsdämpfer verringert druckschwingungen in der rücklaufleitung.

Die luftmenge wird vom motor über luftfilter und sammelsaugrohr angesaugt und vom luftmengenmesser gemessen. Im gehäuse des luftmengenmessers befindet sich eine stauklappe, die von der luftströmung in eine bestimmte stellung ausgelenkt und gehalten wird. Die winkelstellung der stauklappe dient als maß für die durchströmende luftmenge. Über ein potentiometer werden entsprechende signale an das steuergerät übermittelt.

Das steuergerät regelt entsprechend der gemessenen luftmenge und der jeweiligen motordrehzahl die einspritzzeit und dadurch die einspritzmenge. Bei längerer öffnung des einspritzventils wird mehr kraftstoff eingespritzt. Zusätzliche fühler und geber sorgen auch in extremen fahrsituationen für die richtig bemessene kraftstoffmenge.

  •  Das kaltstartventil spritzt bei kaltem motor während des startvorganges zusätzlich kraftstoff in das sammelsaugrohr, damit der motor leichter anspringt.
  •  Der thermozeitschalter regelt die einspritzzeit des kaltstartventils.
  •  Der elektrisch beheizte zusatzluftschieber stabilisiert während der warmlaufphase die motordrehzahl.
  •  Der drosselklappenschalter sitzt direkt an der drosselklappenwelle.

    Er übermittelt dem steuergerät die leerlauf- und die vollaststellung der drosselklappe. Dadurch wird insbesondere die schubabschaltung gesteuert, denn so lange der leerlaufkontakt des schalters geschlossen ist und gleichzeitig die drehzahl über ca. 1200/Min liegt, wird vom steuergerät die kraftstoffzufuhr für den motor gesperrt.

  •  Das steuergerät befindet sich unter einer abdeckung im handschuhfach.

Motronic

  • Die motordrehzahl wird über einen induktiven drehzahlgeber direkt am schwungrad abgenommen.
  •  Die lambda-sonde (sauerstoffsensor) mißt bei fahrzeugen mit geregeltem katalysator den sauerstoffgehalt im abgasstrom und schickt entsprechende spannungssignale an das steuergerät. Daraufhin verändert das steuergerät das angesaugte kraftstoff-/luftverhältnis, so daß die abgase im katalysator optimal nachverbrannt werden.

Achtung: bei arbeiten an der einspritzanlage ist auf peinliche sauberkeit zu achten. Vor der demontage sind die entsprechenden teile mit benzin zu säubern. Die anlage steht unter hohem druck. Deshalb ist vor dem auswechseln von teilen zum druckabbau die kraftstoffleitung am kaltstartventil langsam zu lösen. Dabei lappen um kraftstoffanschluß legen.

Spritzgefahr! Austretenden kraftstoff mit lappen auffangen.

Siehe auch:

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